Pankreatitis beim Hund

Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund (Pankreatitis)

Wie Fett auf die Bauchspeicheldrüse wirkt

Für Hunde, die mit zu viel Fett gefüttert werden, besteht ein erhöhtes Risiko der Erkrankung Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung).
Die Bauspeicheldrüse befindet sich neben dem Dünndarm und ein Teil der Aufgabe besteht in der Freisetzung von Enzymen, die zur Verdauung gebraucht werden.
Eine Bauchspeichendrüsenentzümdung kann schnell entstehen, wenn Sie Ihrem Hund regelmäßig die vom Fleisch abgeschnittenen Fettstücke geben.

Video: Bauchspeicheldruesenerkrankung beim Hund

Hündinnen ab mittleren Alters und kleine Rassen sind besonders gefährdet

Besonders gefährdet sind Hündinnen ab mittleren Alters, besonders wenn Sie bereits übergewichtig sind und unter Diabetes leiden.
Diabetes hat sowohl mit Übergewicht als auch mit der Bauchspeicheldrüse zu tun.
Pankreatitis kommt vor allem bei kleineren Rassen wie West Higland White Terrier, Zwergpudeln oder Cocker Spaniels vor.
Die Erkrankung ist sehr schmerzhaft und führt zu Brechdurchfall.
Ein erkrankter Hund neigt dazu, sich mit den Vorderläufen hinzulegen und hinten stehen zu bleiben – ein versuch die Schmerzen zu lindern.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose wird mit Hilfe einer Blutuntersuchung gestellt.
Anschließend soll der Hund drei Tage lang fasten, damit die Bauchspeicheldrüse sich ohne weitere Belastung erholen kann.
Künftig muss der Fettgehalt im Futter bei einem erkrankten Hund drastisch reduziert werden.
Essensreste vom Tisch besonders fettige Fleischreste, die auch ursächlich in der Krankheitsentstehung waren, müssen konsequent weggelassen werden.

Enzyme in Kapselform

Zur Behandlung bekommt der Hund zusätzliche Enzyme in Kapselform verabreicht, um seine Verdauung zu unterstützen.
Mit Hilfe dieser Enzyme kann die Erkrankung gut unter Kontrolle gehalten werden, aber meist bleibt es trotzdem schwierig, die Gesamtkondition des Hundes zu verbessern und ihn zum Zunehmen zu bringen.

Künftig mehrmals am Tag füttern

Das Rückfallrisiko wird außerdem verringert, wenn der Hund sein Futter in mehreren Portionen bekommt anstatt nur in einer oder zwei Mahlzeiten, weil so die Bauchspeicheldrüse weniger belastet wird.

Langzeitkomplikation möglich

Eine möglich Langzeitkomplikation ist die exokrine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz (Deutsche Schäferhunde scheinen eine genetische bedingte Anfälligkeit dafür zu besitzen)
In diesem Fall verliert die Bauchspeicheldrüse ihre Fähigkeit zur Produktion derjenigen Verdauungsenzyme, die für die Aufspaltung von Fett zuständig sind.
Ein betroffener Hund hat zwar großen Appetit, verliert aber trotzdem an Gewicht und leidet unter schwerem Durchfall von leicht grauer Farbe, weil er das Fett im Futter nicht mehr verdauen kann.

Faktoren die eine Wahrscheinlichkeit auf eine Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund erhöhen:

  • Übergewicht (vor allem bei Hunden die vor allem sehr fetthaltige Nahrung erhalten.
  • Stoffwechselstörungen
  • Infektionen
  • Verletzungen – Trauma

Weitere Informationen über die Pankreatitis findest du hier

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