Diabetes beim Hund

Diabetes mellitus beim Hund

Videos: Diabetes beim Hund – Ein Erfahrungsbericht

Heutzutage leidet etwa einer von 200 Hunden an Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit.

Wobei Hündinnen ein etwa höheres Erkrankungsrisiko haben als Rüden.
Auch hier ist Übergewicht ein fördernder Faktor.

Die Ursache des Problems ist in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) des Hundes zu finden, die in der Nähe des Dünndarms sitzt.
Sie schüttet das Hormon Insulin in den Blutkreislauf aus, dass die Zellen dazu bringt, Clukose (also Zucker) aufzunehmen.
Ist zu wenig Insulin vorhanden, sind die Zellen Ihrer Energiequelle beraubt.

Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2

Die Glukose sammelt sich ich stattdessen im Blut und führt zu einem hohen Blutzuckerspiegel, der Diabetes Typ 1.
Wenn genug Insulin vorhanden ist, die Zellen aber nicht darauf reagieren, spricht man von Diabetes Typ 2.

Dicke Hunde haben ein viel höheres Risiko

Dicke Hunde haben wegen den vermehrten Fettzellen in Ihrem Körper ein viel höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken.
Die daraus entstehende Belastung führt zu einem erhöhten Ausstoß einer Substanz namens Kortisol aus der Nebenniere, welche die Fettzellen an der Reaktion auf Insulin hindert.
Übergewichtige Hunde sind deshalb besonders anfällig für Typ 2 Diabetes.
Ist dein Hund zu dick geworden, trägt Abnehmen wesentlich dazu bei, die Diabetes unter Kontrolle zu halten.

Eine Urinuntersuchung bringt Klarheit

Ob dein Hund Diabetes hat, kann mit einer einfachen Urinuntersuchung festgestellt werden, da ein teil des im Blutkreislauf befindlichen Zuckers mit dem Urin ausgeschieden wird.

Blutzuckerreferenzwerte beim Hund:
3,5-6,1 mmol/l bzw. 63,1 – 109,9 mg/dl

Die Nierenschwelle liegt bei Hunden ungefähr bei 10 mmol/l (180 mg/dl).

Übersteigt der Blutzuckerspiegel diesen Wert, wird Glukose im Urin ausgeschieden.

Hündinnen und Diabetes
Hündinnen sind für Diabetes anfälliger als Rüden, was mit Schwankungen ihres Stoffwechsels zu tun haben könnte, wenn sie Läufig (Hitze) werden.
Vielleicht stellst du fest, dass deine Hündin während der Hitze mehr trinkt als gewöhnlich.
Ein Bluttest würde jetzt vermutlich einen einen erhöhten Blutzuckerwert zeigen, weil die Zellen vorübergehend nicht in der Lage sind, auf Insulin zu reagieren. (wie bei Typ 2 Diabetes)
Das ist vermutlich eine Folge des Stresses und führt dazu, dass die Nebenniere Kortisol ausschüttet.
Sobald diese Übergangsphase vorbei ist, sollten die Symptome wieder verschwinden.
Aber Sie weisen darauf hin, dass deine Hündin anfällig für Diabetes sein könnte.

Symptome der Diabetes mellitus beim Hund

  • übermäßig starker Durst
  • übermäßiger Hunger
  • schlechte Wundheilung
  • allgemeine Entkräftung
  • häufiges Wasserlassen

Gewichtskontrolle und die richtige Ernährung

Bei Diabetes Typ 2 kann es möglich sein, die Erkrankung hauptsächlich durch Gewichtskontrolle und die richtige Ernährung in Schach gehalten werden.

In den letzten Jahren hat sich die Forschung intensiv mit dem Thema befasst, wie eine Ernährungsumstellung dazu beitragen kann, die Zuckeraufnahme im Verdauungstrakt zu regulieren. So könnte der plötzliche hohe Anstieg des Blutzuckers vermieden werden, der ansonsten kurz nach dem Fressen auftritt. Auch das Insulin steigt kurzfristig hoch an, bevor Zucker und Insulin wieder stark abfallen.

Weil verschiedene Kohlenhydrate unterschiedlich schnell in Glukose aufgespalten werden, beeinflusst das, wie schnell sie in den Blutkreislauf aufgenommen werden.

Reis zum Beispiel wird sehr schnell in Glukose aufgespalten, während es bei Gerste sehr lange dauert. Das bedeutet das man einen gleichmäßigen Insulinbedarf fördern kann, indem man die verschieden Quellen für Kohlenhydrate aufeinander abstimmt.

Diabetes und rohfaserreiche Ernährung
Wenn dein Hund zuckerkrank ist und Übergewicht hat, kann eine rohfaserreiche Ernährung ein wichtiger Bestandteil seiner Behandlung sein.
Die Rohfaser hilft nach einer Mahlzeit die Absorption der Glukose ins Blut zu verlangsamen und stellt so sicher, dass der Blutzuckerspiegel nicht sprunghaft ansteigt.

Der Rohfasergehalt der Nahrung ist wichtig, und zwar deshalb weil er das Hungergefühl des Hundes beeinflusst.
Wenn Rohfasser im Darm aufquillt, bindet sie Wasser und bewirkt eine Vollegefühl.
Rohfasser kann Zucker einfangen, die Absorptionsrate der Glukose durch die Dünndarmwand in den Blutstrom verlangsamen und einen plötzlich hohen Insulinbedarf nach einer Mahlzeit vermeiden helfen.
Eine stark rohfaserhaltige Ernährung kann auch beim Abnehmen helfen, was bei Diabetes sehr wichtig ist.

Kein Halbfeuchtfutter

Wenn du bisher ein sogenanntes Halbfeuchtfutter gefüttert hast und Diabetes bei deinem Hund festgestellt wurde, solltest du unbedingt auf ein anderes Futter umstellen.
Halbfeuchtfutter enthält relativ viel Zucker da dieser zur Haltbarmachung verwendet wird

Bei Verdacht auf Diabetes schnell einen Tierarzt aufsuchen

Durch Diabetes können erhebliche Begleiterscheinungen auftreten.
Deshalb solltest du bei dem Verdacht auf eine Zuckerkrankheit schnellst möglich einen Tierarzt aufsuchen.

Weitere Informationen über die Diabetes beim Hund findest du hier

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