ein stark übergewichtiger Hund

Hilfe für übergewichtige Hunde (Adipositas)

Jeder Dritte Hund in Deutschland ist zu dick!

ein übergewichtiger ChihuahuaDas Thema Übergewicht bei Hunden ist in den letzten Jahren immer weiter in den Vordergrund gerückt.
So war bereits 2013 etwa jeder dritte Hund in Deutschland betroffen.
Mittlerweile ist es wohl schon knapp die Hälfte aller Hunde.
Doch anders als zunächst gedacht, ist dies nicht nur eine Schönheitsproblematik.
Die Hunde leiden!
Sie sind oftmals lustlos und frustriert, erkranken viel schneller und sterben deutlich früher.

Warum ist dein Hund zu dick?

In 95% aller Fälle kann man die Ursache für Übergewicht eines Hundes in einem Satz zusammenfassen.

Die Kalorienaufnahme ist höher als der Kalorienverbrauch.

Die Hintergründe und Umstände dahinter sind manchmal komplex, manchmal recht einfach.

  • Dein Hund weiß nicht immer was gut für ihn ist.
  • Du entscheidest über sein Fressen.
  • Du entscheidest was er frisst und wie viel.
  • Du entscheidest wie lange ihr spazieren geht, zusammen spielt, wieviel Bewegung er bekommt und somit auch wie hoch sein Energiebedarf ist.

Das ist kein Vorwurf!
Es soll nur aufzeigen, dass dein Hund vollständig auf dich angewiesen ist und dass er deinen Lebensumständen unterliegt.

Hundehalter beeinflussen das Fressverhalten ihres Hundes und können und damit dazu beitragen, dass sich sein Hund wohl in seiner Haut fühlt und ein langes gesundes Leben genießen kann.

Warum ich schon bei einem Welpen auf das Gewicht achten sollte.

Im Welpenalter fließt viel Energie in das Wachstum.
Trotzdem ist auch hier Vorsicht geboten!
Denn wenn ein Hund in der Wachstumsphase bereits zu viel Energie aufnimmt, dann wächst er zwar zunächst schneller.
Neigt allerdings als ausgewachsener Hund zu Übergewicht.

Warum ein alter Hund schneller zunimmt.

Veränderter Kalorienbedarf im Alter

Mit dem Alter verändert sich auch der natürliche Energiebedarf eines Hundes.
Ältere Hunde unterliegen einem veränderten Nährstoffbedarf und einem bis zu 20 Prozent reduziertem Energiebedarf.
Einerseits da sich ihre Stoffwechselrate verändert und andererseits weil sie sich meist weniger bewegen (können).
Da Altern ein schleichender Prozess ist, verpassen es viele Hundebesitzer die Ernährung rechtzeitig umzustellen.
Aber besonders mit fortschreitendem Alter ist jedes Gramm zu viel wiederum eine Mehranstrengung und ein Abnehmprozess oft sehr schwierig.
Es ist also wichtig rechtzeitig an eine altersgerechte und ausgewogene Ernährung zu denken und den Hund auch im fortgeschrittenem Alter ausreichende und vielleicht auch angepasste Bewegung zu verschaffen.

Warum Hunde nach einer Kastration zunehmen.

Hormonumstellung nach einer Kastration

Eine Kastration oder auch Sterilisation stellt eine künstliche Veränderung des Hormonhaushaltes dar.
Nicht nur der Fortpflanzungstrieb sondern auch der Energiebedarf und die Aktivität des Tieres werden gesenkt.
Im Gegensatz dazu neigen manche Hunde allerdings zu größerem Hunger als vorher.
Wenn also nach dem Eingriff die Energiezufuhr, sprich das das Futter nicht entsprechend reguliert wird, so nimmt der Hund meist schnell zu.
Am Besten ist es bereits vor der Operation mit dem Tierarzt darüber zu sprechen und vielleicht auch auf spezielle Nahrung für kastrierte Hunde umzustellen.
Bei strikter Einhaltung der optimalen Futtermengen ist dies allerdings nicht zwangsläufig notwendig.

Warum dein Hund durch Medikamente zunehmen kann.

Nebenwirkungen von Medikamenten

Auch Medikamente können das Gewicht deines Hunde beeinflussen.
Durch ihre Nebenwirkungen können sie den Energiebedarf senken oder auch den Appetit steigern.
Besonders bei längerfristiger Gabe von Medikamenten sollte eventuell auf ein kalorienärmeres Hundefutter umgestellt werden.
Beispiele für solche Medikamente sind Kortisonpräparate, Progesteronpräparate (zum Beispiel zur Läufigkeitsunterdrückung) oder bestimmte krampflösende Medikamente.

Warum die Gene deines Hundes für eine Gewichtszunahme verantwortlich sein können.

Genetische Vorbelastung

Ähnlich wie bei uns Menschen gibt es auch Hunde die „von Haus aus“ schneller zunehmen als andere.
Dies ist oftmals genetisch vorprogrammiert.
So gibt es Hunderassen, die einen niedrigeren Energiebedarf haben und deshalb weniger Kalorien pro Tag aufnehmen (müssen) als andere Rassen.
Beispiele hierfür sind Labrador Retriever, Golden Retriever, Cocker Spaniel, Collies, Dackel und Beagle.

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Bei übergewichtigen bzw. fettleibigen Hunden kann sich der Anteil des Körperfetts von etwa 10 bis 20 Prozent auf bis zu 40 Prozent erhöhen.
Zuerst werden die vorhandenen Fettspeicherzellen vollständig mit Speicherfett gefüllt.
Wenn diese nicht ausreichen werden neue Fettzellen gebildet, um den Überschuss aufzunehmen.
Es bilden sich sogar Fettspeicher im Bindegewebe, welches die inneren Organe durchzieht und somit deren Funktion beeinträchtigen kann.

Diese Fettzellen speichern jedoch nicht nur das Fett, sondern regulieren auch den Stoffwechsel des Hundes, indem sie Hormone und andere Regulationsfaktoren freisetzen.
Bei einem erhöhten Köperfettanteil verschiebt sich das Stoffwechselgleichgewicht.
Die Zellen verändern ihre Arbeitsweise und hormonelle Ungleichgewichte entstehen.
Dadurch können Krankheiten entstehen oder bereits vorhandene Krankheiten werden gefördert.

Dein Hund hat eine deutlich geringere Lebenserwartung, wenn er zu dick ist

Insgesamt ergibt sich ein erschreckendes Bild, was sich der eine oder andere Hundebesitzer beim nächsten gut gemeinten Leckerli vor Augen halten sollte. Übergewicht bzw. Adipositas kann die Lebenserwartung eines Hundes um Jahre verkürzen.
Bedenkt man, dass Hunde im Durchschnitt nur 12 Jahre alt werden, so ist dies eine enorme Zeitspanne.

Finanzielle Belastung

Auch wenn es für einen Hundebesitzer kein Argument sein sollte, so sollte dennoch der finanzielle Aspekt Erwähnung finden.
Jeder Besuch beim Tierarzt kostet Geld,
Diese Geld ist im Kauf eines vollwertigen und ausgewogenem Futters sicherlich für alle Beteiligten besser angelegt.
Prophylaxe – Wie kann ich Übergewicht vorbeugen?

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